Heimat-Preis Netphen
Mit dem Heimat-Preis würdigt die Stadt herausragendes ehrenamtliches Engagement mit lokalem Bezug. Der Preis ist Teil des Landesprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet“ und ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.
Heimat Preis 2026
Der Heimat Preis ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Der Heimat Preis ist ein Bestandteil des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Stadt Netphen wird 2026 wieder einen Heimat Preis an bis zu drei Preisträger verleihen und damit nachahmenswerte Praxisbeispiele bürgerschaftlichen Engagements mit Modellcharakter auszeichnen. Ziel ist es, ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen. Es werden umgesetzte Projekte, Aktivitäten oder Ideen im Bereich Heimat gewürdigt.
Bis zum 31.03.2026 können sich Vereine, ehrenamtliche Initiativen und Privatpersonen, die sich mit ihrem Engagement für unsere Heimat Netphen einsetzen und ein entsprechendes Projekt umgesetzt haben, für den Heimat-Preis bewerben und so ein Preisgeld von bis zu 5.000 € erlangen.
Die Preiskriterien und das Bewerbungsformular finden Sie untenstehend. Bitte füllen Sie das Bewerbungsformular nach Möglichkeit digital aus.
Heimat-Preis 2025
Am Donnerstag, den 3. Juli 2025, wurde im Ratssaal der Stadt Netphen der diesjährige Heimat-Preis verliehen. Bürgermeister Paul Wagener begrüßte die anwesenden Gäste, Ratsmitglieder sowie Vertreterinnen und Vertreter der nominierten Vereine herzlich zur Preisverleihung.
Die Preisträger 2025 im Überblick:
Der 1. Platz (2.500 Euro) ging an den Heimatverein Alte Burg Dreis-Tiefenbach. Ausgezeichnet wurde der interaktive historische Lehrpfad im Ortsteil Dreis-Tiefenbach. Über 16 Stationen mit QR-Codes und digitalen Inhalten wird die lokale Geschichte anschaulich und zeitgemäß vermittelt – vom alten Wasserwerk bis zur „Alten Burg“. Das vollständig ehrenamtlich umgesetzte Projekt zeigt, wie moderne Technik und Heimatpflege erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Den 2. Platz (jeweils 1.250 Euro) teilen sich der Bürgerverein Unglinghausen und der Verein Museum Netpherland. Gemeinsam würdigten sie mit einer Ausstellung und Veranstaltungsreihe den 200. Geburtstag von Jacob Heinrich Schmick, einem bedeutenden Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts aus Unglinghausen. Die Kooperation beider Vereine führte zu einer fundierten wie lebendig gestalteten Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte und Persönlichkeit.
Alle Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ Heimat in Netphen gestaltet wird. Bürgermeister Paul Wagener überreichte den Preisträgern neben dem Preisgeld auch ein persönliches Buchgeschenk als Zeichen besonderer Wertschätzung.
Ein herzlicher Dank geht an alle Bewerberinnen und Bewerber für ihren Einsatz und ihre Ideen. Die Stadt Netphen ist stolz auf das große bürgerschaftliche Engagement vor Ort!
Heimat-Preis 2024
Die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause begann mit viel Applaus, denn Bürgermeister Paul Wagener verlieh den Heimatpreis 2024 an Vertreter von drei engagierten Vereinen.
Ende des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, den Heimatpreis an Vereine, ehrenamtliche Initiativen und Privatpersonen aus Netphen zu vergeben, die sich in besonderer Weise in der Stadt engagieren.
Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird vom Ministerium für Heimat, Kommune, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen: Wir fördern, was Menschen verbindet.“ zur Verfügung gestellt. Die Jury, deren Vertreter ebenfalls im Publikum saßen, entschied sich für gleich drei Preisträger:
Der erste Preis, der mit 2.500 Euro dotiert ist, ging an den DKS Grissenbach e. V. für das Projekt Köhlerwagen, der mit einigen Vereinsmitgliedern vor Ort war.
Die Tradition des Köhlerns soll durch den jährlichen Bau des Kohlenmeilers wieder aufleben. Um dabei nicht dem Wetter ausgesetzt zu sein, wurde der Köhlerwagen gebaut. Somit kann man auch bei schlechtem Wetter geschützt sitzen und bei Nacht darin schlafen.
In vier Monaten verbauten die Ehrenamtlichen Bleche und Wände und verwandelten so den Auflieger in eine bewegliche Hütte, die während der Meilerwoche ihren Platz unterhalb des Fischweihers bekommt. „Alles in Eigenleistung“, betont DKS-Vorsitzender Thorsten Görg. Bis zu 25 Personen finden während der Meilerwoche in dem Köhlerwagen Platz.
Der zweite Preis ging am Donnerstagabend an den Heimat- und Bürgerverein Beienbach für das „Oberstübchen“, der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. Den Preis nahm Initiatorin Godela Schöllnhammer freudig entgegen.
Aus einem nicht ausgebauten, ungenutzten Raum unter dem Dach ist im Herbst 2023 ein vielseitig nutzbarer Platz für verschiedene kreative, künstlerische und kulturelle Aktivitäten entstanden.
Um den Charakter eines urigen Künstlerateliers entstehen zu lassen, blieben der von alten Balken getragene Dachstuhl und der alte Holzboden erhalten.
Ziel ist es, der Dorfbevölkerung sowie Interessenten aus der Umgebung, die Möglichkeit zum gemeinsamen kreativen oder künstlerischen Schaffen zu geben.
Den dritten Preis, mit 1.000 Euro dotiert, nahm der Künstlerkreis Oberes Siegtal in Empfang.
Der Künstlerkreis besteht aus acht Personen die schon 15 Jahre in der malerischen Mühle in Nenkersdorf ihre Kunstwerke ausstellen. Auch für das Jahr 2024 ist im September eine weitere Ausstellung geplant.
Es werden im Rahmen der Ausstellung Bilder, Zeichnungen und Skulpturen in der Mühle gezeigt. Traditionell können die Besucherinnen und Besucher vor oder nach der Ausstellung im „Mühlenstübchen“ einkehren und dort bei Kaffee und Kuchen verweilen. Friedrich Hahn bedankte sich in einer emotionalen Rede bei der Familie Weber, die dem Künstlerkreis seit vielen Jahren die Nenkersdorfer Mühle als Ausstellungsraum zur Verfügung stellt. „Für uns ist dieser Preis etwas ganz Besonderes und wir sind sehr stolz, dass unsere Kunst von der Jury, aber auch jedes Jahr in der Ausstellung von zahlreichen Besuchern gewürdigt wird.“, so Friedrich Hahn.