Mobile Obstpresse machte Halt in Irmgarteichen

Wer eigene Äpfel oder Birnen mitbrachte, konnte diese gegen eine kleine Gebühr direkt vor Ort verarbeiten lassen, so Thomas Klein.

Der Termin für die mobile Obstpresse in Irmgarteichen war lange bekannt. Die Anmeldelisten waren jedoch in diesem Jahr kurz, es gab weniger Äpfel.
Hier in Irmgarteichen war es ein Highlight. Durch die Obstpresse wird nicht nur die Ernte gesichert, sondern auch ein Stück Kultur erhalten.

Frischer Saft von eigenen Äpfeln schmeckt immer am besten, so Julia Wertebach, die zwei Säcke Gravensteiner und Roten Boskoop geerntet und mitgebracht hatte.

Die Kunden legen ihr Obst auf ein Förderband. Von da an läuft alles vollautomatisch ab: Das Obst wird in einem großen Wasserbehälter gewaschen, in einer Mühle zerkleinert, dann ausgepresst. Die Flüssigkeit geht durch einen feinen Filter, so dass am Ende wirklich nur Saft übrig bleibt. Das Ganze wird dann in einem Vorratstank gelagert und pasteurisiert, also auf etwa 80 Grad abgekocht, um Keime und Bakterien abzutöten. Aus 50 kg Obst entstehen etwa 30 Liter Saft, für die Menge braucht die Obstpresse rund zehn Minuten, so Thomas Klein. Die Abfüllung erfolgte in ein „5 l-Bag-in-Box“ System, ein fünf Liter Gebinde oder auf Wunsch in mitgebrachte Behälter.

Auch im nächsten Jahr 2027 soll es einen weiteren Termin mit der mobilen Obstpresse hier vor Ort geben, so Ortsbürgermeister Georg Dombaj.