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Westenergie Klimaschutzpreis 2020

Mit dem Klimaschutzpreis zeichnet Westenergie jährlich Projekte aus, die sich für den Umwelt- und Klimaschutz einer Gemeinde oder Stadt stark machen und durch ihren Einsatz natürliche Umweltbedingungen erhalten, ungünstigen Bedingungen entgegenwirken oder zu einem effizienten Einsatz von Energie beitragen. Der Westenergie Klimaschutzpreis 2020 wurde in der Stadt Netphen an drei Projekte vergeben und das Preisgeld in Höhe von 2.500 € aufgeteilt.

Die diesjährigen Preisträger sind das Ev. Familienzentrum „Rabennest“, die Grundschule Netphen und das Gymnasium Netphen.

Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Beate Glaner, Leiterin des Ev. Familienzentrums Rabennest.
Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Beate Glaner, Leiterin des Ev. Familienzentrums Rabennest.

Das Ev. Familienzentrum „Rabennest“ gestaltete mit allen 80 Kindern und den Erzieher/innen unter dem Titel „Wir l(i)eben Nachhaltigkeit“ eine zweiwöchige Wissens- und Entdeckungsreise rund um die Themen Natur und Umwelt. „Was ist Umwelt?“, „Warum ist Natur so wichtig für alle Menschen?“ und „Wer passt eigentlich auf die Natur auf?“ waren nur einige der Fragen, die es gemeinsam zu erforschen galt. Die verschiedenen Themenbereiche wurden altersgerecht mit den Kindern aufbereitet, der Schwerpunkt lag auf der Eigentätigkeit und Partizipation der Kinder. Auch das private Umfeld der Kinder wurde in den Bildungsprozess mit einbezogen. Durch gemeinsames Forschen und Hinterfragen wird eine Basis geschaffen, die die Kinder dauerhaft im Umgang mit ihrer Umwelt sensibilisiert. So kann bereits in frühen Jahren die Bereitschaft zu einer nachhaltigen Lebensführung entstehen.

Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Annette Kramps, Rektorin der Grundschule Netphen.
Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Annette Kramps, Rektorin der Grundschule Netphen.

Die Grundschule Netphen hat mit den Schülerinnen und Schülern ein Belüftungskonzept unter dem Titel „Die CO₂-Polizei sorgt für frischen Wind“ erarbeitet. In der Klasse vier soll ein Kohlenstoffdioxid (CO₂)-Messgerät in Form eines Ampelsystems installiert werden. Dabei informiert eine Digitalanzeige die Kinder über den aktuellen CO₂-Wert, Temperatur und Luftfeuchte in ihrem Klassenraum. Die „CO₂-Polizei“ impliziert einen Klassendienst, welcher alle zwei Wochen wechselt, dessen Aufgabe es ist, den CO₂-Wert während des Unterrichts in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und bei einer Überschreitung des Grenzwertes die Fenster zum Lüften zu öffnen oder die Lehrkraft darum zu bitten. Das CO₂-Messgerät hält die Schülerinnen und Schüler zu einem Bewusstsein für effizientes und ökonomisches Lüften an. Angedacht ist die Etablierung einer CO₂-Polizei in allen Klassen der Grundschule Netphen. Anhand verschiedener Experimente soll zudem die Vernetzung von Solarthermie, Photovoltaik und einem nachhaltigen Umgang mit Energie dargestellt werden.

Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Ursula Wussow und Eckhard Göbel vom Gymnasium Netphen.
Bürgermeister Paul Wagener übergibt die Urkunde des Westenergie Klimaschutzpreises an Ursula Wussow und Eckhard Göbel vom Gymnasium Netphen.


Die Ruanda AG des Gymnasiums Netphen hat im Rahmen ihres Projektes „Auf Augenhöhe - nachhaltig voneinander handeln lernen“ neben dem Anti-Plastik-Projekt auch ein Anti-Rauchen-Projekt unter dem Titel „Thursdays for future“ auf die Beine gestellt. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Zigaretten-Kippen in ihrer Schulumgebung und in der Stadt Netphen ein, fordern Raucher dazu auf, ihre Zigaretten ordnungsgemäß zu entsorgen und sorgen damit für eine saubere Schul- und Stadtlandschaft. Zudem macht das Projekt auf die Schäden aufmerksam, die durch Zigaretten für die Umwelt entstehen. Das Projekt möchte die Öffentlichkeit auf das großflächige Kippen-Problem aufmerksam machen und zur Achtsamkeit aufrufen. „Auf Augenhöhe“ wird in enger Zusammenarbeit mit der Root Foundation in Ruanda durchgeführt.