Seiteninhalt

Netphen ausgewählt als eine von bundesweit 12 Kommunen in Heimat 2.0-Förderung

Die Stadt Netphen wird für drei Jahre vom Bundesinnenministerium für ein ambitioniertes Digitalisierungsprojekt unter dem Titel „LOKAL-digital - Smartes Wissensmanagement für Wohnen, Pflege und Gesundheit“ mit 345.000 € gefördert.

Wie können Kommunen in ländlich geprägten und als strukturschwach definierten Regionen „Heimat“ so attraktiv gestalten, dass Menschen aller Altersgruppen möglichst lange und selbstbestimmt zu Hause wohnen bleiben? Kommunen, die an Lösungen für diese Frage arbeiten wollen, werden vom Bundesinnenministerium für drei Jahre gefördert und in einem interessanten Netzwerk begleitet. Netphen nimmt mit seinem Vorhaben zwar eine Vorreiterrolle ein, aber andere Kommunen und Regionen werden zügig von den Erkenntnissen aus dem Vorhaben profitieren können.

Bürgermeister Paul Wagener, Johannes Zenkert (Universität Siegen), Prof. Madjid Fathi (Universität Siegen), Kristin Kayser (Senioren-Service-Stelle).
Bürgermeister Paul Wagener, Johannes Zenkert (Universität Siegen), Prof. Madjid Fathi (Universität Siegen), Kristin Kayser (Senioren-Service-Stelle).

Die Stadt Netphen hat sich vorgenommen, die Arbeitsbereiche in der Kommunalverwaltung, die für Menschen mit Pflegebedarf, aber auch für die Sozialwirtschaft, das Bauhandwerk und die Wohnungswirtschaft relevant sind, durch den Aufbau eines Wissensmanagementsystems zu unterstützen. U.a. sollen Informationen zur technischen Wohnraumunterstützung („Ambient Assisted Living“ / „AAL“) besser zugänglich gemacht werden. Ziel ist die Förderung der Lebensqualität der Bevölkerung. Als einer der wenigen Antragssteller bezog sich die Stadt Netphen in ihrer Vorhabensbeschreibung auf die Themenfelder „Bildung, Qualifizierung und digitale Kompetenzen“.

Die Stadt Netphen kooperiert für die technologischen Aufgaben mit dem Institut für Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement an der Universität Siegen, Leitung Prof. Madjid Fathi. Bei der Antragstellung wurde die Stadt Netphen zudem von Christine Becker (Salutoconsult) unterstützt. Die Projektleitung innerhalb der Stadtverwaltung übernimmt die Senioren-Service-Stelle, Frau Kayser. Für die Einbindung mit den Anbietern von Pflege- und Gesundheitsleistungen, dem Bauhandwerk und der Wohnungswirtschaft werden in der ersten Projektphase Anfang 2021 die Gespräche aufgenommen.