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Mit dem Smartphone auf eine Reise durch Raum und Zeit

Am 12. November lud die Qulturwerkstatt nachmittags zur Premiere des Videowalks nach Deuz ein.

Im Rahmen des Förderprogramms „Tiny Residences“ hatte das Künstlerduo „boikott“ aus Hamburg den Projektleiter der Qulturwerkstatt, Stefan Bünnig, kontaktiert. Gemeinsam mit vielen Helfern aus dem Ort und großer Unterstützung der Qulturwerkstatt, produzierten die beiden Künstler Sophie Krause und Robin Plenio innerhalb von 14 Tagen „Ein Nachbarschaftsmanifest“.

Dafür wurden Deuzer im Alter von 60 – 90 Jahren interviewt und ein kleiner Rundweg gefilmt.

Um 16 Uhr begrüßten Stefan Bünnig und das Künstlerduo die vielen interessierten Besucher und nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon los. Ausgestattet mit Smartphone und Kopfhörern tauchten die Besucher in die Vergangenheit ein. An drei Stationen rund um das „Q“ waren QR-Codes angebracht, die mit dem Smartphone gescannt wurden und zu einem Video auf YouTube führten. Während der Film die Strecke zeigte, hörte man die Geschichten von alteingesessenen Deuzerinnen und Deuzern.

So ging es auf eine spannende und teilweise auch intime Reise durch Raum und Zeit, bei der man einiges über das Leben in Deuz hören konnte.

Die Erzählerinnen und Erzähler gingen auf die Rolle der Frau bzw. der Mädchen aber auch auf die Auswirkungen der jeweiligen Konfession auf das Schullleben und das Leben der Erwachsenen ein. Die gebannten Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten witzigen Anekdoten, aber auch ernsten und traurigen Erinnerungen.

Neben den persönlichen Erinnerungen der Deuzerinnen und Deuzer erfuhr man jedoch auch einiges über die Geschichte von Deuz, zum Beispiel wo die alte Schule stand oder was ein „Köhkifferich“ ist.

Nach ca. 35 Minuten endete die Tour am „Q“, wo Getränke und ein „Siegerländer Buffet“ auf die Entdecker warteten. In der urigen Schreinerei, gab es anschließend reichlich Zeit für einen regen Austausch und einen Plausch mit dem äußerst sympathischen Künstlerduo.

Wer den Videowalk „Ein Nachbarschaftsmanifest“ verpasst hat, kann ihn ab jetzt auch eigenständig ausprobieren. Die Qulturwerkstatt hat die Schilder mit den QR-Codes dauerhaft platziert.