Seiteninhalt

"Die durchtrennte Lebensader" - Heimische Unternehmen berichten, was die Sperrung der A 45 für sie bedeutet.

„Je länger dieser Zustand dauert, desto schlimmer wird es!“ Längst ist der kleine Fluss Rahmede, der in Lüdenscheid entspringt, zum Inbegriff von Instabilität geworden. Das betrifft die nach ihm benannte Talbrücke der A45. Das betrifft aber auch den Zustand des Verkehrsnetzes insgesamt. Der industriestarke südwestfälische Wirtschaftsraum ist in besonderer Weise auf leistungsfähige Verkehrsträger angewiesen. In den ländlich geprägten Teilregionen stehen nur wenige verkehrliche Alternativen zur Verfügung: Es gibt nur diese eine Autobahn in Nord-Süd-Achse. Ausweichen auf nahe gelegene andere Autobahnen ist hier nicht möglich. Deshalb reichen die Auswirkungen der Sperrung weit über den Raum Lüdenscheid und den Märkischen Kreis hinaus bis in das Olper Sauerland, das Siegerland und in Teilen bis nach Hessen.

Wie weitreichend die Folgen der Brückensperrung bei Lüdenscheid für die hiesigen Unternehmen sind, zeigt diese Broschüre der IHK Siegen.  

Durchschnittlich liegen die Betriebe in dieser Schrift 56 Kilometer von der gesperrten Brücke entfernt; die Auswirkungen indes spüren sie tagtäglich hautnah. Auffällig ist, wie vielfältig die Betroffenheit von großen wie kleinen Wirtschaftsbetrieben ausfällt. Die Beispiele zeichnen ein eindrucksvolles Bild davon, wie wichtig es ist, die Autobahn wieder durchgängig befahrbar zu machen. Politik und Verwaltung sind in dieser Ausnahmesituation gefordert, alles zu unternehmen, um die Planung und den Bau von Verkehrsinfrastrukturprojekten maximal zu beschleunigen.

Die Sperrung betrifft auch die Unternehmen in der Stadt Netphen, wie beispielsweise die Firma König + Co GmbH, die in diesem Heft zu Wort kommt.


Redaktion: Hans-Peter Langer