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Erste Hilfe bei Kindernotfällen - Wie Unfälle vermieden werden und vor allem etwas gegen die eigene Hilflosigkeit getan wird

Am vergangenen Donnerstag, den 16.12.2021 fand von 17:30 bis 20:30 Uhr der letzte Erste-Hilfe-Kurs bei Kindernotfällen im Ratssaal in Netphen für dieses Jahr statt. Das Familienbüro der Stadt Netphen bietet in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst auch 2022 über das Jahr verteilt Kurse an, bei denen das richtige Verhalten und praktische Wissen bei Unfällen und Notfällen von Säuglingen und Kleinkindern vermittelt wird.

Volker Flor, Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienst Netphen und seit mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlich im Hilfsdienst engagiert sowie Mechthild Klinge, Initiatorin des Kurses und Leiterin des Familienbüros der Stadt Netphen begrüßten die Teilnehmenden.

In diesem Erste-Hilfe-Kurs lernten die Teilnehmenden die häufigsten Gefahren- und Notfallsituationen kennen, in die Kinder geraten können. Dazu zählen neben Verbrennungen, Vergiftungen und Knochenbrüchen auch Bewusstlosigkeit und Atemstörungen. Aber auch auf den ersten Blick schwerer zu erkennende Krankheiten, wie Pseudo-Krupp, Asthma und Allergien wurden im Kurs thematisiert. Es wurden verschiedene Szenarien durchgespielt und die Teilnehmenden erfuhren, welche Maßnahmen sie dann durchführen sollten und was besonders bei Säuglingen und Kindern zu beachten ist. Außerdem lernten sie, wie viele Notfälle vermieden werden können und mit welchen Tipps das eigene Zuhause präventiv sicherer gemacht werden kann. So ist es beispielsweise ratsam, den Kindern die Neugierde an gefährlichen Gegenständen, wie dem Feuerzeug zu nehmen und ihnen diese beaufsichtigt zu erklären. Volker Flor verriet unter anderem den idealen Aufbewahrungsort für die Hausapotheke und warum man auch im Winter jederzeit Eiswürfel im Gefrierschrank haben sollte.

Wenn Kinder durch Unfälle oder Erkrankungen in Not geraten, sind meistens Erwachsene in der Nähe, die gerne helfen wollen. Gleichzeitig sind die Helfer jedoch oft verunsichert und befürchten, dem kleinen Patienten durch falsches Handeln mehr zu schaden als zu helfen. Volker Flor betonte allerdings, dass die Unterschiede in den Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern und Erwachsenen oft nur im Detail liegen und die allgemeinen Grundsätze der Ersten Hilfe für jeden Menschen, egal ob jung oder alt, gelten. Deshalb wurden in diesem Kurs neben dem Verhalten bei Kindernotfällen auch die allgemeinen Erste-Hilfe-Maßnahmen gezeigt und den Kursteilnehmern vor allem die Sicherheit gegeben, im Ernstfall die Situation zu erkennen, beurteilen zu können, die Ruhe zu bewahren und im entscheidenden Augenblick das Richtige für ihr Kind zu tun. Diese Sicherheit schenkt auch dem Kind Vertrauen und ermöglicht es, dass dem zusätzlich verständigten Rettungsdienst alle wichtigen Informationen möglichst schnell vermittelt werden können.

Schließlich durfte jeder an einer realitätsnahen Puppe die Wiederbelebung üben. Volker Flor beruhigte die noch teilweise unsicheren Teilnehmer: „Falsch machen könnt ihr nichts, außer, ihr macht gar nichts.“

Falls Sie Interesse an den kommenden Erste-Hilfe-Kursen bei Kindernotfällen haben, können Sie sich gerne auf die Newslettergruppe des Familienbüros setzen lassen. Kontaktieren Sie dazu Frau Mechthild Klinge, unter der Tel.-Nr. 02738/603-148, oder per Mail an m.klinge@netphen.de.