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Neuer Schießstand in Netphen eingeweiht

Am 12.11.2016 war es endlich soweit, und der neue elektronische Luftgewehrstand des Schützenvereins Netphen e.V. 1927 wurde im Kellergeschoss der Georg-Heimann-Halle offiziell in Betrieb genommen. Dies feierten die Schützen zugleich mit einem Tag der offenen Tür und stellten die neue Anlage auch der Öffentlichkeit vor.

Einweihung Schießstand Netphen © Jürgen Schade
Einweihung Schießstand Netphen © Jürgen Schade

Mit dieser Anlage können die Schützen eine elektronisch-optische Schussauswertung und Ergebnisdarstellung auf dem Bildschirm präsentieren. Lange hatten die Netpher Schützen Vor- und Nachteile einer Umrüstung des Luftgewehrstandes auf elektronische Schussauswertung abgewogen, zumal dies mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden war.

Die Absicht, die Nachwuchsarbeit zu intensivieren, die Möglichkeiten der neuen Technik für die Trainingsarbeit und Wettkampf der Sportschützen und die Chance die Schießergebnisse im laufenden Wettkampf zu visualisieren, sprachen jedoch dafür. Als dann noch die Aussicht auf eine Förderung des Projekts durch die Stadt Netphen aus dem Spendentopf für gemeinwohlorientierte Zwecke aus Sparkassenmitteln bestand, beschloss der Vorstand die Umsetzung des Vorhabens.

Somit hat der Verein jetzt elektronisch Darstellungsergebnisse nach dem Schießen. Natürlich durfte beim Tag der offenen Tür fleißig geschossen werden. Jung und Alt waren eingeladen, und die Sieger wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Auch Kinder unter 12 Jahren konnten sich im Wettkampf mit der „RedDot-Gewehrattrappe“ messen. Der Schützenverein hat dieses Sportgerät eigens angeschafft, um zukünftig auch unter 12 Jahre alte Jungen und Mädchen schon für den Schießsport zu begeistern. Durch zahlreiche Änderungen im deutschen Waffenrecht ist es für die Vereine immer schwieriger geworden, Nachwuchsförderung zu betreiben. Die Altersbeschränkung „an 12 Jahren“ macht es den Schützenvereinen schwer, mancherorts fast unmöglich, Kinder und Jugendliche zu gewinnen. Das Laserschießen bietet nun die Möglichkeit, diesem negativen Trend entgegenzuwirken. Mit der „RedDot-Gewehrattrappe“ zielen die Kinder auf eine Scheibe mit einem roten Punkt (RedDot). Das Ergebnis des Laser-Schusses wird wie bei den Erwachsenen auf einer Zielscheibe am Bildschirm beim Schützen dargestellt. Das im Vergleich zu Luftgewehren deutlich leichtere Sportgerät ist für Kinder unkompliziert zu handhaben und steht den Sportwaffen der Schützen in der Präzision nicht nach. Es ist jedoch keine Waffe, sondern nur eine Attrappe. Bürgermeister Paul Wagener und Ortsbürgermeister Wolfgang Decker nahmen die beiden Anlagen in Augenschein und eröffneten sie unter Beifall der Schützen.

Text und Bilder: Jürgen Schade