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Gelungene Ausstellung des Künstlerkreises Oberes Siegtal in der Nenkersdorfer Mühle

Bereits zum 9. Mal stellten die Künstler des Künstlerkreises Oberes Siegtal ihre Werke in der Nenkersdorfer Mühle aus.

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Ortsbürgermeisterin Corie Hahn eröffnete die Ausstellung am Samstag, den 18. September 2016 und begrüßte die Gäste - darunter auch Bürgermeister Paul Wagener. An den folgenden beiden Sonntagen war die Mühle für Besucher ebenfalls geöffnet.

Im Mühlenstübchen gab es Kaffee und Kuchen aus eigener Herstellung.


Bildergalerie:

Acht Künstlerinnen und Künstler zur neunten Ausstellung

Corie Hahn stellte in Ihrer Begrüßungsansprache die 8 Künstlerinnen und Künstler vor, die die 9. Kunstausstellung gestaltet haben:

Christina Becker und Ingrid Häuser aus Walpersdorf, Elisabeth Jung und Friedrich Hahn aus Nenkersdorf, Stephan Hohmann aus Grissenbach und Anja Wied aus Deuz, sowie Slawa Petuchow aus Siegen.
Der Künstlerkreis ist größer geworden. Erstmalig in diesem Jahr waren Bilder von Susanne Hoffmann aus Netphen-Salchendorf zu sehen.

 

Ausgestellte Arbeiten in der unteren Etage:

Friedrich Hahn setzte sich gewohnt kritisch mit aktuellen Themen aus Gesellschaft und Politik auseinander. Mit dem Bild „Die Demokratie hat Löcher bekommen“ wurde ein aktueller Bezug zu den Terroranschlägen in Frankreich hergestellt.
Susanne Hoffmann zeigte verschiedene Landschaftsbilder, Portraits und Tierbilder, überwiegend mit Pastellkreide und Acrylfarbe gemalt. Beeindruckend ist die Realitätsnähe ihrer Tierdarstellungen, wobei sie selbst den Widder als ihr Lieblingsbild favorisiert, bei dem sicher auch so mancher Besucher innegehalten hat.
Stefan Hohmann wanderte durch Jahrtausende. Zum einen inspirierte ihn die französische Höhlenmalerei zum anderen benutzt er ein aktuelles Fotobearbeitungsprogramm, um damit die Grundlage für sein Paarportrait zu haben. Besonders inspirieren ihn aber auch, ähnlich wie bei Susanne Hoffmann, Tierportraits. Er liebt Katzen, Raubkatzen! Besonders deutlich wird dies in seiner Interpretation des Schneeleoparden. Sein Arbeitsmaterial ist überwiegend die Acrylfarbe auf Leinwand.

Ein Stockwerk höher

In der ersten Etage trafen die Besucher unter anderem auf vielfältige Landschaftsdarstellungen, Stillleben und Detailaufnahmen von Pflanzen, gemalt und gezeichnet von Christina Becker und Elisabeth Jung.
Christina Becker experimentierte erstmalig mit der Nass-in-Nass-Technik nach Bob Ross, wobei jeweils auf nassem Untergrund weitere Farben aufgetragen werden. Dabei entstehen durch die klaren und kräftigen Farben beeindruckende Landschaftsbilder.
Aber auch sie zeigte ein Tierbild: „Mutterliebe“, eine Tigermutter mit ihrem Nachwuchs, welches sie als einer ihrer Lieblingsbilder definiert.
Elisabeth Jung zeigte neben ihren zarten und einfühlsamen Aquarellen auch ein besonderes künstlerisches Themenfeld: Sie hat ihre Liebe zu Sprüchen entdeckt, die die Seele ansprechen und den Betrachter zum Nachdenken anregen sollen.
Ihr Lieblingsbild ist die Darstellung der Rosen, gemalt in Aquarelltechnik.

Drei mal Kunst in Etage drei

Über dem Mühlenstübchen stellten in der dritten Etage Ingrid Häuser, Anja Wied und Slawa Petuchow aus.
Hier erwartete die Besucher eine breite Palette unterschiedlicher Motive und verwendeter Materialien.
Ingrid Häuser besticht einmal mehr durch ihre präzisen Arbeiten. Malgrund ist ausnahmslos die Leinwand und sie zeigte u.a. Tiere und Landschaften in unterschiedlichen Abstraktionsgraden.
Anja Wied zeigte reliefartige Collagen aus einem Materialmix. Die Besucher konnten die Bilder nicht nur sehen, sie hatten auch die Möglichkeit, diese anzufassen und haptisch zu erfahren. Neben den Collagen waren Landschaftsbilder aus der heimischen Region sowie der Lüneburger Heide zu sehen.
Slawa Petuchow liebt die Ölfarbe und die kräftigen Farbenspiele. In seinen landschaftlichen Motiven aus der Heimat, wie auch seine Umsetzung mit sozialkritischen Themen zeigt er seine Ausdrucksstärke.

Gespräche im Mühlenstübchen

An den Ausstellungstagen waren die Künstlerinnen und Künstler anwesend und dabei ergaben sich viele interessante Gespräche, insbesondere im Mühlenstübchen bei Kaffee und Kuchen.
Ein herzliches Dankeschön galt der Familie Weber für die Bereitstellung der Räumlichkeiten in der Mühle.