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Auftaktveranstaltung 'Projekt: Bau des längsten Rothaarsteighornes der Welt' am 11.07.2016

Heimische Alphornsolisten lassen das längste Rothaarsteig-Alphorn der Welt bauen.

Unterstützung vom Netphener Bürgermeister Paul Wagener und Künstler Bernd Heinemann.

Finanzierung durch Förderer von Kunst und Kultur gesichert.

»Alphornsolist« Rainer Wagener besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Paul Wagener und Bildhauer Bernd Heinemann den Alphornbauer Hubert Hense in seiner Werkstatt in Anröchte. © privat
»Alphornsolist« Rainer Wagener besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Paul Wagener und Bildhauer Bernd Heinemann den Alphornbauer Hubert Hense in seiner Werkstatt in Anröchte. © privat

 

Vor ca. drei Jahren entwickelte und fertigte Alphornbauer Hubert Hense aus Anröchte (Kreis Soest), nach einer Idee des begeisterten Naturhornmusikers Rainer Wagener von dem Netphener Musikverein „Rothaarsteig – Alphornsolisten“, das längste spielbare Alphorn der Welt in B-Bass- Grundstimmung.

Das Publikum konnte in zahlreichen Konzerten das klanglich außergewöhnliche Instrument mit einer Länge von ca. 5,40 m, gespielt vom jüngsten Mitglied der Musikformation, Niklas Kölsch, genussvoll hören und bewundern.

Mittlerweile planen wir ein neues, noch ungewöhnlicheres Instrument anzuschaffen, teilt Rainer Wagener, der musikalische Leiter der Musikformation mit. Es wird das längste spielbare Kontrabass – Alphorn in F-Grundstimmung mit einer sagenhaften Länge von ca. 7,40 m sein. Es wird in der Rothaarsteig – Ausführung in Form des Rothaarsteig – Logos gefertigt werden. Ein diesbezüglicher Prototyp in klassischer Alphornbauform wurde von Hubert Hense entwickelt, inzwischen gebaut und in einem Kirchenkonzert getestet. Das musikalische Ergebnis war phänomenal. Eine „rollende Tiefe“ wie man sie noch nicht gehört hat, befand ein anwesender professioneller Blasmusiker.

Wie kam es zu dem Vorhaben? Rainer Wagener beschäftigte sich mit der Idee bereits seit ca. zweieinhalb Jahren und konnte seine Vereinskameraden hierfür begeistern. Schließlich stellte er ein innovatives Kompetenzteam bestehend Heinz Schnellbach (Erndtebrück), Willi Brandl (Eisern), Hermann Schöler (Freudenberg) und Gregor Kölsch (Niederdielfen) zusammen. Jedes Mitglied entwickelte analog zur Grundidee von Rainer Wagener weitere Bauvorschläge. Man traf sich in der „Alten Linde“ in Niederdielfen zur Abschlussbesprechung. Alphornbauer Hubert Hense wurde in einer Telefonkonferenz zugeschaltet. Gemeinsam verabschiedete man dann das Grundkonzept, der Bau war beschlossene Sache.

Vorsitzender Rainer Wagener und Pressesprecher Gregor Kölsch konnten mit dem Konzept auch den Netphener Bürgermeister Paul Wagener begeistern. Als Musikverein der Stadt Netphen habt ihr meine volle Unterstützung, so Paul Wagener. Wir können aus der Stadtkasse leider keinen Betrag zur Finanzierung beisteuern. Ich helfe euch aber bei der Suche nach Sponsoren, versprach Wagener. Der Bürgermeister hielt Wort, die Finanzierung des längsten Rothaarsteighornes der Welt ist inzwischen gesichert.

Neben dem Klangholz „Alpenländische Fichte“ werden auch heimische Holzarten aus der Siegerländer, Wittgensteiner und Sauerländer Region verbaut, verspricht Alphornbauer Hense. Auch sonst wird ganz viel „Südwestfalen“ in das Instrument eingehen. Der bekannte Netphener Künstler Bernd Heinemann, Beschäftigter der Stadt Netphen, wird das Instrument künstlerisch verschönern. Vielleicht wird sich ja das Wappentier der Stadt Netphen, der „Keiler“, mit seiner ganzen Familie auf dem Alphorn in geschnitzter Form wiederfinden. Ebenso ist geplant, auch Jugendwerkstätten und Berufsbildungszentren aus dem Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein in das Projekt einzubinden. Wir möchten das Interesse wecken, sich am Projekt kreativ und praktisch zu beteiligen. Denkbar wäre, dass Teilstücke aus Holz und spezielle Verbindungselemente aus Metall dort nach den Plänen von Hense gefertigt werden, so Gregor Kölsch.

Text: R. Wagener