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Café Couleur im März

Kunst, Musik und Kaffee gibt es jetzt schon fast zwei Jahre an jedem zweiten Sonntag eines Monats im Alten Feuerwehrhaus Netphen. Die organisierenden Künstlerinnen stellten nun in der Märzausgabe des Künstlercafés „Café Couleur“ wieder neue Bilder vor.

Dazu gab die gebürtig aus Kalifornien stammende Sängerin Alyssa ihr zweites  Konzert. Alyssa, die in  Wien Gesang und Klavier studierte und jetzt mit ihrer Familie in Frankfurt wohnt,  schreibt ihre Songs selbst. Mit viel Herz und einer zarten, gefühlvollen Stimme schafft sie es, die Zuhörer ganz in die Welt der Musik mitzunehmen. Dabei begleitet sie sich selbst am Klavier. Eckhard Jung, Leiter der Musikschule Eigenart in Siegen,  spielte dabei auf dem Schlagzeug mit. Viele Liedtexte spiegeln das Auf und Ab des Lebens oder ganz normale Alltagssituationen wieder. Aber auch ihr christlicher Glaube kommt nicht zu kurz, wie man beispielsweise in ihren Songs „As far as the East is from the West“ oder „Never Forget“ hören konnte. Letzterer ist auch gleichzeitig der Titel ihrer neuen CD.

 

Alyssa - Pressefoto CC 9.3.14 © Kulturforum Netphen
Alyssa - Pressefoto CC 9.3.14 © Kulturforum Netphen

 

Christina Pauck stellte handgefertigte Edelsteinketten aus – jede ein Unikat.

Zwischen den zwei musikalischen Parts gab es mit der Leiterin der Kunstschule Netphen, Heidrun Fincks, eine Bildbetrachtung. Eine Künstlerin der laufenden Workshops stellte dafür ihr Bild zur Verfügung. Fincks interpretierte das abstrakte Bild tiefgründig und zog alle Register. Auch die Zuschauer wurden mit einbezogen. So gab es viele Ansatzmöglichkeiten. Nachdem es keine Wortmeldungen mehr gab, fragte die Dozentin die Künstlerin, ob denn diese Eindrücke  dem entsprächen, was sie in ihr Bild hineinlegen wollte. Diese gab zur Antwort, dass sie einfach aus dem Bauch heraus gemalt hätte und viele Aspekte erst im Schaffensprozess selbst entstanden seien. Fincks ermutigte die Zuschauer, sich von einem Exponat das eigene Bild zu machen und nicht so sehr auf die Interpretationen anderer zu hören. Ein Bild gefällt oder nicht, es spricht einen an oder weckt vielleicht Negatives. Oder es erreicht die Seele eines Menschen – genau wie die Musik.

Dies ist ja auch die Intention der Künstlerinnen, die das Café Couleur betreiben. Hier geht es nicht darum, nur Kaffee und Torten zu genießen, wie in einem herkömmlichen Café, sondern  sich mit den Künsten – in diesem Fall der bildenden Kunst und der Musik auseinanderzusetzen,  zu genießen und in den Dialog mit Gleichgesinnten und Interessierten zu treten. Wer dieses möchte, ist herzlich eingeladen. Übrigens ist der Eintritt immer frei, es findet eine Hutsammlung statt – eigentlich ein Leckerbissen, denn die Konzerte, die die Musiker sonst geben, kosten ansonsten dementsprechend  Eintritt.

Weiter geht es am 13. April....

...mit vielen neuen Bildern, Gruppenarbeiten werden vorgestellt. Musikalische Gäste sind Joi Dreisbach, vielen sicher eher bekannt als Sänger der Blues-Rock-Formation „Juke and the Blue Joint“, und Stefan Heider, der ihn am Piano begleiten wird. Sie spielen Blues-, Soul- und Rocksongs bekannter Interpreten wie auch eigene Kompositionen.

Zudem kann man Töpferkunst und Osterdekorationen bestaunen.