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05.09.2019

WALDESLUST - Frei wie der Wind

Ein maritimer Walderlebnistag für Menschen mit Demenz und ihre Freunde

„Waldeslust – Frei wie der Wind“ ist das Motto eines Nachmittags im Waldland Hohenroth, der jetzt für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, Freundinnen, Freunde und Begleiter stattfand. Es war eine Veranstaltung in der Region zum diesjährigen Welt-Alzheimertag.

Knapp 80 Besucher waren der Einladung der Seniorenbeauftragten der Stadt Netphen und dem Verein VergissMeinNicht Netphen e.V. gefolgt. Eine mit bunten Früchten und Beeren des Waldes gedeckte Kaffeetafel im Freien empfing die eintreffenden Besucher. Mit frisch gebackenen Waffeln und Sejerlänner Riewekooche, zubereitet von Beate Vitt, Inge Bruch, Regina Meyer und Christa Kassing, ließen sich die Gäste verwöhnen „Mit diesem ganz besonderen Walderlebnistag in der freien Natur möchten wir die Menschen, die an Demenz erkrankt sind, nicht vergessen und sie in besonderer Weise am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen“, erklärt Eva Vitt von der Senioren-Service-Stelle. „Die Resonanz auf die heutige Veranstaltung, die zum sechsten Mal in Folge stattfand, ist überwältigend.“

Seemannschor und Kindertanzgruppe beigeisterten Besucher

Im Anschluss eröffnete der Seemannschor der Marinekameradschaft Siegerland e.V. unter der Leitung von Philippe Mascot, der auch am Akkordeon begleitete, den fröhlich-maritimen Nachmittag mit Shanties und Seemannsliedern. Mit Liedern von der Waterkant, von Ferne und Sehnsucht, von Liebe und Abschied, gelang es dem Chor innerhalb kürzester Zeit das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen zu bewegen. Mit Lebendigkeit und Fröhlichkeit sang er sich mit Liedern wie „Schön ist die Liebe im Hafen“, „Lilli Marleen“ oder „Junge kommt mal wieder“ u.a.m., schnell in die Herzen der Zuhörer.

Ihre tänzerische Kreativität präsentierte im weiteren Programmverlauf die hübsch kostümierte Kindertanzgruppe des TVE-Netphen unter der bewährten Leitung von Ilke Durgut mit einem anmutigen Matrosentanz, der große Begeisterung beim Publikum auslöste und der ohne eine weitere Zugabe die Showbühne nicht verlassen darf.

Vor der herrlichen Kulisse des Forsthauses Hohenroth sangen die Gäste zum Abschluss bekannte Volkslieder am Lagerfeuer, wo Philippe Mascot mit seinem Schifferklavier und Dieter Bruch am Grill mit leckeren Würstchen auf die Gästeschar wartete. Mit dem Schlusslied „Kein schöner Land“, bei dem die Anwesenden aus voller Brust mit einstimmen, wurde das Ende eines gelungenen Walderlebnistages eingeläutet.