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07.02.2019

Heimatverein Netpherland e.V. eröffnet Klöppelausstellung

Im Heimatmuseum Netpherland fand am Sonntag, den 3. Februar 2019, die Eröffnung einer Ausstellung über das Klöppelhandwerk statt. Heimatvereinsmitglied Ursula Grebe und Dorothee Spies, die in Netphen ansässige Vorsitzende des Deutschen Klöppelverbands e.V. mit 3.000 Mitgliedern, fanden mit ihrem Vorschlag zu dieser Ausstellung bei Harald Gündisch, dem stellvertretenden Heimatvereinsvorsitzenden, sofort offene Ohren.

Gemütliches Beisammensein im Heimatmuseum Netpherland bei Kaffee und Kuchen

Neben Dorothee Spies und Ursula Grebe präsentieren im nächsten Vierteljahr Gabi Bottenberg, Gisela Helmes und Hiltrud Stötzel die, in verschiedenen der circa 40 existierenden Spitzentechniken angefertigten, Ergebnisse ihrer Handwerkskunst. Sie alle sind Mitglieder der von Dorothee Spies geleiteten Klöppelgruppe „Flotte Spitze“, die sich immer montags um 19 Uhr bei Dorothee Spies in Netphen, An der Obernau 5, zum gemeinsamen Klöppeln trifft.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Harald Gündisch und Netphens Bürgermeister Paul Wagener, der ein Grußwort sprach. Dorothee Spies bedankte sich danach für die Möglichkeit, die alte Handwerkskunst des Klöppelns durch die Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können. Sie stellte die einzelnen Arbeiten nicht nur vor, sondern demonstrierte anschließend gemeinsam mit Gisela Helmes, wie in der Praxis aus den vielen Garnfäden eine Klöppelspitze entsteht. Die Besucher nahmen das Angebot gerne an, hier einmal hautnah Einblick in die Feinheiten des Klöppeln zu erhalten.

Klöppelarbeit von Dorothee Spies

Klöppeln ist eine seit dem 16. Jahrhundert auch in Deutschland bekannte Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem darauf aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden. Bei der Herstellung der Handklöppelspitze werden die Fäden von mindestens zwei Paar Klöppeln durch Kreuzen und Drehen der Klöppel miteinander verflochten. Je nach Muster und Klöppeltechnik kann die Anzahl der verwendeten Klöppel mehrere Hundert betragen. Als Mustervorlagen dienen dabei die dem Urheberrecht unterliegenden sog. Klöppelbriefe, zu deren Entwerferinnen auch Dorothee Spies gehört. Die ältesten Musterbücher für das Klöppeln stammen aus Italien aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

Dass es sich beim Klöppeln nicht nur um ein Hobby für Frauen handelt, zeigte sich als sich Matthias Kringe, der „Vater“ der Sejerlänner Dilldappen, getreu dem Motto „Probier's mal selbst“ unter Anleitung von Dorothee Spies spontan die ersten Schritte zum erfolgreichen Klöppeln beibringen ließ.

Matthias Kringe als Lehrling von Dorothee Spies

Wer das Klöppeln gerne einmal selbst ausprobieren möchte, kann bei Dorothee Spies gegen eine Leihgebühr eine Anfängerausstattung erhalten. Kontakt: Tel. 02738/8599 und Email: dorothee.spies@t-online.de .

Text u. Fotos: Wilfried Lerchstein