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09.04.2015

36. CVJM-Laufveranstaltung an der Obernautalsperre

Netphens Bürgermeister Wagener ehrt die erfolgreichsten Sportler

Der Veranstalter CVJM Siegen blickte nach Abschluss des Tages bereits hoffnungsvoll ein dreiviertel Jahr nach vorn. Die traditionelle Laufsportveranstaltung „Rund um die Obernautalsperre“, findet regulär immer am letzten Tag des Jahres statt, vorausgesetzt die Witterung lässt den sportlichen Wettstreit zu. Das Trinkwasserschutzgebiet ist bekanntermaßen des Öfteren auf Grund von Schnee und Eis für Sport nicht geeignet, weil der Einsatz von Salzen und ähnlichen Auftaumitteln nicht gestattet ist.


© Sebastian Weber

Die Austragung am Ostersamstag wurde erst vor vier Wochen beschlossen, möglich wurde dieser Termin im übervollen regionalen Laufkalender ohnehin erst durch die Streichung einer anderen Veranstaltung in Neunkirchen-Salchendorf. Viele einheimische Laufsportfreunde nutzten gern das kurzfristige Angebot mehr oder weniger vor der eigenen Haustür. Insgesamt 251 von Jung bis Alt absolvierten den Wettkampf über vier verschiedene Wertungslängen, alle erreichten wohlbehalten das Ziel, wo sich auch die meisten der Zuschauer versammelten. Start und Ziel lagen einige Meter auseinander, nötig machte dies das „Streckenprotokoll“, denn die Länge des Kurses ist amtlich exakt ausgemessen. Gewohnt zuverlässig war die Streckenabsicherung, viele freiwillige Helfer sowie Malteser sicherten den Rundkurs ab und betreuten mehrere Stände mit Getränken und einem Imbiss. „Silvester lockt offenbar mehr als Ostern“, aus dem Fazit eines Streckenordners war allerdings abzulesen, dass man heute deutlich weniger Andrang zu regeln hatte. In der Tat waren es exakt 69% mehr, als am 31.12.2013 zum letzten Mal die Sportler auf die Talsperrenrunde geschickt wurden.

Dennoch war das sportliche Event zu Ostern die größte Veranstaltung auf dem Gebiet der Stadt Netphen. Bürgermeister Paul Wagener ließ es sich nicht nehmen - wie bereits in den Vorjahren - die Ehrung der Schnellsten des Tages persönlich vorzunehmen. So freuten sich viele Sportler auf dem Podest über Urkunden und Sachpreise, während die Platzierten durch aufmunternde Worte des Bürgermeisters Trost fanden, denn wie er meinte ist „jeder ein Sieger, der das Ziel erreicht hat“.

Entscheidung im Nachwuchs

Voller Eifer waren bereits die Jüngsten, denn auch vier 6-jährige Kinder standen am Start. Hier hatten die Mädchen die Nase vorn, denn Malina Lehmann (SC Rothaus) war ein ganzes Stück flotter als der Eiserfelder Jonas Boger, der ebenfalls Jahrgang 2009 ist. Insgesamt 18 Kids stellten sich der 600-m-Distanz, die es im Vorjahr nicht als Einzelwertung gegeben hat. Aus allen Teilnehmern ging Elias Werner vom CVJM Niederndorf nach 2:13min unter dem Beifall der Eltern als strahlender Gewinner hervor.  Traditionell die Streckenlänge für 12-16jährige, hier werden über 3000 m die Tagessieger ermittelt. Bei der letzten Auflage liefen hier gleich zwei Mädchen dem stärksten Jungen noch  deutlich davon, diesmal erreichten zwei Jungs vor dem besten Mädchen das Ziel. Gemessen am Vorjahr hat das Leistungsniveau über die 3-km-Wendepunktstrecke recht deutlich nachgegeben, allerdings tauchten vorher auch in den Meldelisten die talentiertesten Nachwuchswuchssportler der Region nicht auf. Dennoch freuten sich die beiden 15jährigen Christopher Stötzel und Ann-Kristin Wiese (CVJM Siegen) über den Gesamtsieg nach 12:07min bzw. 13:42min in dieser Konkurrenz.

Hauptlauf: Hailu Atey wiederholt Vorjahressieg - Elfjähriger wird U18-Zweiter

Die meisten Meldungen gingen erwartungsgemäß über in den Läuferkreisen als „klassische Distanz“ bezeichneten 10 Kilometer ein. Genau 150 Läufer standen aufgereiht und ermittelten die Tagesschnellsten, wobei es hier eine eigenständige Altersklassenwertung gab, welcher die Sportlerinnen und Sportler entsprechend ihres Geburtsjahrganges in Klassen zusammenfasste, die jeweils 5 Jahre auseinanderliegen. Trotz dieser scheinbar geregelten Klassifizierung, gab es für einen Teilnehmer genau genommen keine Altersklasse. So wie bei manchen Wettkämpfen die Klassen „nach oben offen“ sind, waren diese heute auch „nach unten offen“. Umso beachtenswerter ist der Auftritt des noch elfjährigen Lukas Steinseifer (TV Niederschelden), der Gesamtzweiter der U18(!) wurde! In unnachahmlichen 46:01min lief der Sohn eines freiberuflichen Sportjournalisten seinen ersten 10-km-Lauf überhaupt.

Diese Notiz sollte man auf die gleiche Stufe stellen, wie die Leistung des Tagessiegers. Yohannes Hailu Atey (TuS Deuz) zählte als Titelverteidiger bereits im Vorfeld zu den Favoriten, denn es gibt nicht viele in der Region, welche dem jungen Eritreer aus Dreis-Tiefenbach sportlich das „Wasser reichen“ können. „Er soll sich ganz auf sich konzentrieren, letztlich ist auch seine Vorjahreszeit einem Gegner gleichzusetzen“, so die interessante Theorie seines Trainers Dieter Müller. Selbst der strengste Trainer muss letztlich zufrieden sein, wenn die Leistung des 23-jährigen Atey, der einen auffällig leichtfüßigen Laufstil hat, analysiert. Während es beim 35.Silvesterlauf eine knappe Entscheidung gab, zweifelte diesmal bereits nach der halben Distanz keiner am späteren Gesamtsieger. Yohannes Hailu Atey lieferte in stark verbesserten 32:25min eine „One-Man-Show“ und triumphierte mit einem mehr als 4-minütigen Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Durch den Erfolg des Triathleten Pascal Friedhoff (Team TVE Netphen) waren dann sogar die beiden stärksten Männer Mitglieder von Vereinen aus dem Stadtgebiet Netphen. Im Gesamteinlauf Dritter wurde Florian Walewski vom Club Spiridon Frankfurt.

Während der Jüngste beim Langstreckendebüt überzeugte, gelang dies zwei „Alten Hasen“ ebenso eindrucksvoll. Neben zahlreichen Leistungen, die absolut beachtenswert sind, muss man bei jeder Veranstaltung dieser Art Namen nennen, die in der Szene einen ausgezeichneten Ruf haben. Werner Stöcker aus Erndtebrück zählt auch mit fast 76 Jahren zu den begnadetsten Sportlern in ganz Westfalen und lief diesen schwierigen Kurs in herausragenden 46:20min. Er selbst kann durchaus noch schneller laufen, jedoch was diese Zeit wirklich wert ist, zeigt sich erst dann, wenn man sie mit Läufern seiner eigenen Altersklasse vergleicht. Hier muss man auf dem Gebiet des Deutschen Leichtathletikverbandes suchen, um überhaupt vergleichbare „Haudegen“ zu finden, die mit Werner Stöcker um die Wette laufen! Viele Erfolge in seiner Laufbahn erzielte auch Dietmar Lehmann vom gastgebenden CVJM Siegen. Der in diesem Jahr 69 Jahre alt werdende Routinier war mit 42:51min einmal mehr unschlagbar auf 10 Kilometern.

Frauen: TUS Deuz stellt die drei schnellsten Läuferinnen

Die Laufabteilung aus dem Netpher Ortsteil Deuz bietet seit Jahren ambitionierten Sportlern eine Heimat. Innerhalb dieser Abteilung sind in verlässlicher Manier insbesondere deren Frauen das Aushängeschild. Heute lagen die Resultate der drei stärksten Damen jeweils unter den Zeiten des Vorjahres. Dies wurde in keiner einzigen anderen Distanz erreicht, auch nicht, dass das ganze Siegerpodest von Sportlern eines Vereines gestellt wurde. Die Deuzerinnen räumten den nachgeholten Silvesterlauf im Alleingang ab! Der Tagessieg für Rebekka Otterbach war zu keiner Phase des Rennens in Gefahr, was nicht verwundert, wenn sie eine tadellose Leistung in 38:34min abliefert. Sie zeigte sich auch zur Freude ihres Trainers hervorragend in Form und überquerte nur 100 Meter hinter dem drittschnellsten Mann die Ziellinie! Vor einem Jahr sah das in ihrer Abwesenheit etwas anders aus: Die damals flotteste Frau erreichte den Zielkanal als Gesamtsechsunddreißigste. Überraschend ist auch ein anderer Fakt: Rebekka Otterbach war als 28jährige die zweitjüngste Starterin im weiblichen Klassement überhaupt. 2013 waren in allein in ihrer Klasse elf jahrgangsjüngere Starterinnen- sowie die eigenständigen Wertungsklassen der weiblichen U18 und U20, welche diesmal komplett fehlten. So wurden diesmal die „Karten neu gemischt“- neu und vor allem anders. Gabi Müller-Scherzant, als W45-Startein deklassierte insgesamt 24(!) Kontrahentinnen, welche jünger sind, als sie selbst. In dessen Folge schob sie sich ganz weit nach vorn und erreichte unter allen Frauen in sehr guten 41:39min die zweitbeste Zeit überhaupt. Der Vorsprung in ihrer eigenen Altersklasse war dabei noch größer, als bei der Gesamtsiegerin und summierte sich auf fast neun Minuten auf. Die Siegerzeit dieser Klasse fast fünf Minuten unter Vorjahresniveau. Ein ähnliches Bild bei den über 35jährigen Frauen. Für Bianca Senner galt es hier vorrangig ihre eigene Leistung beim letzten Auftritt anzugreifen. Dies schaffte sie auch und das noch deutlich! Um genau 40 Sekunden unterbot Bianca Senner ihre eigene Marke und trug sich diesmal mit 43:22min in die Ergebnislisten ein, womit sie das „Deuzer Podest“ als Dritte komplettierte. Eine Klasse für sich war auch die als Vierte folgende Conny Wagner (TV Laasphe). Die Wittgensteinerin, welche in diesem Jahr 59 Jahre jung wird, zeigte sich in herausragenden 43:58min erneut von ihrer besten Seite. Conny Wagner hat das Potenzial, auch um Medaillen bei überregionalen Meisterschaften zu kämpfen.

Halbmarathon: 66 Läufer umrunden die Talsprerre zweimal

Genau 21,1975 Kilometer betrug der Kurs der längsten Distanz des Tages, dem Halbmarathon. Hier versuchten sich die geübtesten Läuferinnen und Läufer. Als „Trainingsrunde“ angekündigt, hatte es auch Alexander Henne (SG Wenden). Dafür sah es ziemlich entspannt und souverän aus, was der 29-jährige zeigte. Henne, der zum aktuell erfolgreichsten Verein der Region gehört, war sogar noch flotter unterwegs, als die beiden Besten des Vorjahres, seine beiden Wendener Vereinskollegen Schäfer und Heiner. Mit überzeugenden 1:14:16h erlief er sich einen deutlichen Vorsprung, der zum Zweiten seiner Wertungsklasse M30 fast 10 Minuten betrug. Deutlich schneller als Felix Menn war auch Andreas Senner als starker Gesamtzweiter mit einer Zielzeit von 1:19:03h. Der M45-Sieger Andreas Senner im Trikot des TuS Deuz hatte seinerseits mehr als 18 Minuten auf die eigene Konkurrenz herausgelaufen. Der drittschnellste Läufer im Halbmarathon, der Netpher Triathlet Tobias Lautwein (1:20:25h) „konterte“ diese Überkreuz-Rechnung sogar mit neunzehn(!) Minuten Vorsprung auf den Klassenzweiten.

Bei den Frauen war die jüngste Starterin Kartin di Teodoro mit 35 Jahren gleichzeitig die Schnellste. Die Starterin vom TV Eichen siegte mit einer Endzeit von 1:34:15h. Ihr folgten Petra Kölsch (W45) vom ASC Weißbachtal mit 1:39:45h als Zweitplatzierte und Petra Henkel (1:45:08h) aus Siegen, die als Gesamtdritte gleichzeitig Silber in der Wertungsklasse W35 holte.

Der Gastgeber CVJM Siegen verzichtete diesmal aus organisatorischen Gründen auf den sogenannten Hobbylauf „Um die Vorsperre“ über 8,7 km, an welchem sich im Vorjahr noch 122 Freizeitläufer anmeldeten. Erneut im Angebot, aber diesmal weniger gefragt war die Konkurrenz im Walking/Nordic Walking. Nur acht Sportler stellten sich dieser Herausforderung, aus welcher sich Ute Köhler (TuS Fischbacherhütte) und Rolf Klappert (LG Kindelsberg) als die flottesten Walker über 10 Kilometer heraus stellten.

 

Text: Torsten Hähling
Bilder: Sebastin Weber

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Allgemein

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