Seiteninhalt
07.10.2020

Anmeldung einer privaten Feier im öffentlichen Raum

Private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen sind seit dem 01.10.2020, nach der Corona-Schutzverordnung, drei Werktage vor Beginn der Feier dem Ordnungsamt zu melden. Zulässig sind ausschließlich Feiern, die als „herausragender Anlass“ gesehen werden. Die maximale Anzahl liegt bei 50 Teilnehmern. Ausgenommen davon sind Dienstleister während der Veranstaltung.

Es gelten abweichende Teilnehmergrenzen bei erhöhter 7-Tages-Inzidenz (= Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen):
- Ab einem Inzidenzwert von 35 sind max. 25 Gäste zulässig

- Ab einem Inzidenzwert von 50 sind max. 10 Gäste zulässig 

Ausgenommen von der Anzeigepflicht sind Feiern in privaten Räumlichkeiten (Wohnung, Eigenheim, Garten).

Folgende Daten sind bei einer Anmeldung erforderlich:

- Datum, Ort und Art der Veranstaltung
- Teilnehmeranzahl
- Verantwortliche Person (Name, Anschrift, telefonische Erreichbarkeit während der Feier)

Während der Feier ist sicherzustellen, dass jeder Teilnehmer sich in die Teilnehmerliste mit dessen Kontaktdaten einträgt. Diese Liste zur Rückverfolgbarkeit ist 4 Wochen aufzubewahren.

Des Weiteren sind die geeigneten Vorkehrungen zur Hygiene sicherzustellen (Bereitstellung von Desinfektionsmittel, Einweghandtücher, Seifenspender, etc.).

Die dafür notwendige Anmeldung beim Netphener Ordnungsamt kann bequem per Online-Formular erledigt werden: 

Online-Formular anzeigen

Laut des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW werden folgende Feiern als „herausragender Anlass“ gesehen: Geburtstage, 18. Geburtstag, runde Geburtstage ab dem 20. Geburtstag, ab dem 70. Geburtstag auch jeder weitere Geburtstag, Hochzeiten, Standesamtliche Hochzeit sowie kirchliche Trauung, Silberhochzeit, Goldhochzeit, Diamantenhochzeit, Gnadenhochzeit, Freie Trauungen nach vorheriger standesamtlicher Trauung, Hochzeit nach muslimischem oder jüdischen Brauch nach entsprechender standesamtlicher Trauung, Konfirmation und Kommunion sowie vergleichbare Feiern im jüdischen und muslimischen Glauben, Taufen, Vereinsjubiläum ab 25 Jahre.

Nicht als „herausragender Anlass“ werden gesehen: Verlobungen, Erwerb Führerschein, Polterabend, Henna-Feiern, traditionelle religiöse Feiern wie Beschneidungsfeiern etc., freie Trauungen ohne vorherige standesamtliche Trauung.

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser Aufzählung nicht um eine abschließende Aufzählung handelt und es auch hier auf den Einzelfall ankommt, der durch den Anzeigeerstatter begründet werden und durch die Genehmigungsbehörde im Einzelfall entschieden werden muss.