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23.01.2020

Kinoreihe „ohne ALTERsbeschränkung“ startet im März in die 12. Staffel

Den sensationellen Besucherrekord des vergangenen Jahres mit 2484 Besuchern gilt es in diesem Jahr zu knacken. So haben sich die Verantwortlichen der Kino-Reihe „ohne ALTERsbeschränkung“, Jochen Manderbach vom Viktoria-Kino Dahlbruch, die Seniorenbeauftragten Gudrun Roth, Eva Vitt und Lars Dörr der Städte Hilchenbach, Netphen und Siegen, erneut größte Mühe gegeben, ein abwechslungsreiches, amüsantes und anregendes Kinoprogramm zusammenzustellen.

Lars Dörr (Stadt Siegen), Jochen Manderbach (Viktoria-Kino), Gudrun Roth (Stadt Hilchenbach) und Eva Vitt (Stadt Netphen) (v.li.) haben ein abwechslungsreiches und amüsantes Kinoprogramm zusammengestellt.
Lars Dörr (Stadt Siegen), Jochen Manderbach (Viktoria-Kino), Gudrun Roth (Stadt Hilchenbach) und Eva Vitt (Stadt Netphen) (v.li.) haben ein abwechslungsreiches und amüsantes Kinoprogramm zusammengestellt.

Von März bis November stehen neun erlesene Filme auf dem Programm. Einlass ist an den Veranstaltungstagen jeweils um 16 Uhr, Filmbeginn ist um 17 Uhr. Vor jeder Vorstellung gibt es Kaffee, Kuchen, frische Waffeln und Herzhaftes zu gemäßigten Preisen. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 6 Euro für das Parkett bzw. 7 Euro für einen Platz auf dem Balkon.

Druckfrische Flyer, die einen Überblick über die Termine mit den neun Filmen geben, sind im Viktoria Filmtheater sowie in den Senioren-Service-Stellen und der Regiestelle Leben im Alter erhältlich.

So sieht das Programm für 2020 aus:

09. März 2020, 17 Uhr
„Der Vorname“ (D 2018, 91 Minuten, ab 6)
Es hätte so ein schönes Abendessen werden können, zu dem der Literaturwissenschaftler Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) eingeladen haben. Doch als ihr Bruder Thomas (Florian David Fritz) verkündet, dass er und seine schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) ihren Sohn Adolf nennen wollen, bleibt den Gastgebern und dem Familienfreund René (Justus von Dohnanyi) das Essen im Hals stecken. „Eine hitzige Sittenkomödie mit geschliffenen Dialogen und boshafter Polemik, zwischen hochtönender Moral und kleingeistiger Gehässigkeit. Schöner wurde in deutschen Komödien selten gestritten!“


06. April 2020, 17 Uhr - !! Aufgrund der aktuellen Situation muss die Vorstellung leider ausfallen !! 
„Astrid“(SWE 2018, 123 Minuten, ab 6)
Als die junge Reporterin Astrid Lindgren von dem verheirateten Chef ihrer Zeitung schwanger wird, geht sie, um einen Skandal zu vermeiden, nach Stockholm und macht eine Ausbildung als Sekretärin. Ihr Kind bringt sie in Dänemark zur Welt, da dort die Mütter, im Gegensatz zu Schweden, den Namen des Vaters nicht bekanntgeben müssen. Um die Ehescheidung ihres Geliebten zu beschleunigen und ein drohendes Strafverfahren wegen Ehebruchs gegen ihn zu vermeiden, lässt Astrid ihren Sohn bei einer Pflegemutter.
„Das Biopic über die Jugend von Astrid Lindgren und ihren holperigen Start ins Erwachsenenleben ist ein wunderschöner Film mit einer Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt.“

11. Mai 2020, 17 Uhr - !! Aufgrund der aktuellen Situation muss die Vorstellung leider ausfallen !! 
Fisherman’s Friends (GB 2019, 112 Min., ab 0 Jahren)
Der Musikmanager Danny und seine Kollegen aus London verbringen ein Wochenende im idyllischen Cornwall und führen sich in den Augen der Bewohner des beschaulichen Fischerdorfs Port Isaac recht peinlich auf. Als abends im Pub der Fischer Jim und seine Freunde als „Fisherman’s Friends“ die Bühne entern und ihre Shantys schmettern, machen sich die Großstädter über die kernige Gesangstruppe prompt lustig. Deshalb wundert es Danny auch, als er von seinem Chef den Auftrag erhält, den Männerchor der etwas anderen Art unter Vertrag zu nehmen - dummerweise weiß Danny nicht, dass sein Boss sich damit nur einen Scherz erlaubt hat. So quartiert sich Danny guten Glaubens in der Herberge von Jims attraktiver Tochter Alwyn ein und heftet sich an die Gummistiefel der „Fisherman’s Friends“. Während Danny um das Vertrauen der Fischer wirbt und immer mehr Respekt vor der traditionellen Lebensweise der Menschen von Cornwall gewinnt, stellt sich ihm zunehmend die Frage, was Erfolg im Leben wirklich bedeutet.
„Basierend auf einer wahren Geschichte entstand eine typisch britische Feelgood-Komödie mit viel Seefahrerromantik, die den wahren Erfolg nicht auf dem Konto, sondern im Zwischenmenschlichen verortet!“ (Programmkino.de)


08. Juni 2020, 17 Uhr
„Die schönste Zeit unseres Lebens“ (F 2019, 116 Min., ab 12)
Ein ewig nörgelnder Karikaturist (Daniel Auteuil), der mit der Gegenwart wenig anfangen kann, darf sich eine nostalgische „Zeitreise“ wünschen, bei der eine Eventagentur akribisch das erste Kennenlernen mit seiner Ehefrau nachinszeniert, die ihn soeben vor die Tür gesetzt hat. Die Imagination eines Pariser Cafés in den 1970er-Jahren funktioniert allerdings so gut, dass Realität und Illusion bald heftig aneinandergeraten. Die dynamische Komödie über Täuschungen aller Art lebt vor allem vom lustvollen Schlagabtausch des namhaften Ensembles und einer kritischen Haltung gegenüber den allzu selbstverliebten Figuren.

06. Juli 2020, 17 Uhr
„Der Fall Collini“ (D 2019, 123 Minuten, ab 12)
Über 30 Jahre lang hat der 70jährige Italiener Fabrizio Collini (Franco Nero) unbescholten in Deutschland gearbeitet und dann tötet er anscheinend grundlos den angesehenen Industriellen Hans Meyer (Manfred Zapatka). Mit der Pflichtverteidigung wird ausgerechnet der junge, unerfahrene Anwalt Caspar Leinen (Elyas M’Barek) beauftragt. Für Caspar steht weit mehr auf dem Spiel als seine Karriere, denn das Opfer ist der Großvater seiner Jugendliebe Johanna (Alexandra Maria Lara) und war wie ein Ersatzvater für ihn. Zudem hat er mit dem Strafverteidiger Richard Mattinger (Heiner Lauterbach) einen Gegner, der ihm haushoch überlegen scheint. Caspar muss herausfinden, warum Collini ausgerechnet einen vorbildlichen Menschen wie Meyer ermordet hat. Auch das öffentliche Interesse an dem Fall ist immens, doch Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv.
Basierend auf dem Justiz-Roman des Bestsellerautors Ferdinand von Schirach beleuchtet Regisseur Marco Kreuzpaintner („Die Wolke“) einen der größten Justizskandale der deutschen Geschichte: „Eine Story voller Wendungen und eine große inszenatorische Raffinesse machen aus ‚Der Fall Collini‘ einen packenden Film, der nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit einem hochkomplexen und wichtigen Thema.“ (FBW)


10. August 2020, 17 Uhr
„Ich war noch niemals in New York“ (D 2019, 128 Minuten, ab 0)
Aufgrund schlechter Einschaltquoten müsste sich die TV-Moderatorin Lisa Wartberg (Heike Makatsch) eigentlich auf ihre Karriere konzentrieren. Aber just in diesem Moment verliert ihre Mutter Maria (Katharina Thalbach) nach einem Unfall ihr Gedächtnis und kennt plötzlich nur noch ein Ziel: Sie will nach New York reisen! Als sich Maria als blinder Passagier auf ein luxuriöses Kreuzfahrt-schiff schmuggelt und Lisa in Begleitung ihres Maskenbildners Fred ebenfalls auf der „MS Maximiliane“ landet, ist das Chaos vorprogrammiert!
„Die Verfilmung des gleichnamigen Musicals, basierend auf den großen Hits von Udo Jürgens, ist von der ersten Minute an schillernd, bunt und rasant - ein Film voller Lebensfreude!“ (FBW)

14. September 2020, 17 Uhr
„Lara“ (D 2019, 98 Min., ab 0)
Die frühpensionierte Beamtin (Corinna Harfouch) erwacht am Morgen ihres 60. Geburtstages und lässt sich in einer Mischung aus Schwermut und sarkastischem Humor durch den Tag treiben. Sie hebt all ihr Geld ab, kauft ein Galakleid und die Restkarten eines Konzertes, bei dem ihr Sohn (Tom Schilling) als Pianist am Abend eine eigene Komposition vorstellen will. Nicht alle Geheimnisse der kühlen Protagonistin und ihres zwischen Tristesse und Lebensmüdigkeit schwankenden Daseins werden dabei gelüftet. Der außergewöhnliche Film über Kunst, Familie und Einsamkeit handelt als kluge Selbstkritik des Bildungsbürgertums von Disziplin, Gewalt und Selbstverletzung. (Filmdienst)

12. Oktober 2020, 17 Uhr
„Enkel für Anfänger“ (D 2019 – Kinostart 06.02.2020)
Auf Nordic Walking und Senioren-Kurse an der Uni haben die Rentner Karin (Maren Kroymann), Gerhard (Heiner Lauterbach) und Philippa (Barbara Sukowa) keine Lust. Und mit Kindern und Enkeln hatten Karin und Gerhard bislang auch so gar nichts am Hut. Deshalb verhilft Philippa, die als Paten-Oma von Leonie das Leben voll auskostet, den beiden zur unverhofften Großelternschaft. Im Handumdrehen haben sie zwei „lebhafte“ Paten-Enkel zu versorgen, eine riesige Hüpfburg im Garten stehen und Lego-Steine an den Füßen kleben. Drei nicht mehr ganz blutjunge Anfänger treffen auf Familienwahnsinn für Fortgeschrittene: hyperaktive Patchwork-Geschwister, stirnrunzelnde Helikoptereltern und alleinerziehende Mütter mit Tinder-Profilen. In der ebenso turbulenten wie bewegenden Komödie treten neben dem Hauptdarsteller-Trio noch Günther Maria Halmer, Dominic Raacke, Lavinia Wilson, Palina Rojinski sowie Julius Weckauf („Der Junge muss an die frische Luft“) auf!

09. November 2020, 17 Uhr
„Edie – Für Träume ist es nie zu spät“ (GB 2017, 102 Min., ab 0)
Nach dem Tod ihres Mannes, den sie drei Jahrzehnte lang gepflegt hat, will sich eine 83-jährige Frau einen Jugendtraum erfüllen und den Mount Suilven im Westen der schottischen Highlands besteigen. In Inverness lernt sie den Besitzer eines Campingladens kennen, der ihr nicht nur die nötigen Utensilien verkaufen, sondern sie auch auf den Berg führen soll. Anrührende, in der Titelrolle bravourös gespielte Tragikomödie, in der die späte Selbstbefreiung einer alten Frau thematisiert wird. Der dramaturgisch eher konventionelle Film überzeugt durch atemberaubende Landschaftsaufnahmen und die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die die Generationen verbindet.

Bei fehlender Mobilität können spezielle Fahrdienste für die An- und Abreise zum Kino genutzt werden: In Hilchenbach führt der BürgerBus Hilchenbach zu regulären Bürgerbuspreisen die Kinofahrten durch. Wer mitfahren möchte,  sollte sich immer bis spätestens eine Woche vor dem Filmtermin unter der Bus-Handy-Nummer: 0151- 55 25 22 53 oder bei Gudrun Roth, Senioren-Service-Stelle der Stadt Hilchenbach, Tel. 02733 288-229 anmelden.

Auch in Netphen kann der Fahrservice bei frühzeitiger Anmeldung, spätestens bis donnerstags vor dem Filmtermin, bei Eva Vitt, Senioren-Service-Stelle der Stadt Netphen, unter Tel. 02738 603-145 gebucht werden. Vier Euro kosten Hin- und Rückfahrt.

Senioren aus Siegen haben ebenfalls die Möglichkeit, bei Anmeldung bis spätestens einer Woche vor Filmtermin, für 2 Euro mit Kino-Bus-Service anzureisen, Tel. 0271 404-2200.