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Städtepartnerschaft Netphen- Żagań
Partnerschaftstreffen vom 14. bis 17. September 2017

Der Besuch in diesem Jahr war in vielerlei Hinsicht anders: Es war das erste Treffen ohne den polnischen Freund Marian Świątek, der im Juni 2017 plötzlich verstorben war. Weiterhin fand die Fahrt nicht wie üblich zum Żagańer Michaelismarkt statt. Aufgrund des dreitägigen historischen Spektakles „Netpher Schusterschlacht“ wurde der Besuch um eine Woche verschoben.


Auf dem Hinweg nach Żagań machten die 42 Reiseteilnehmer einen Abstecher in die Porzellanmanufaktur Meissen. Hier lernten sie etwas über die mehr als 300-jährige Geschichte der Manufaktur und gewannen einen Einblick in die Produktion des handgemachten Porzellans. Abends wurde die Delegation bei einem Bankett im Hotel Willa Park im Namen des Bürgermeisters Daniel Marchewka von Zbigniew Białkowski, Direktor der Abteilung für Infrastruktur und Bildung, und Wanda Winczaruk, Vorsitzende des Stadtrates, begrüßt. Der Vereinsvorsitzende Herrmann-Josef Steiner übermittelte Grüße der Stadt Netphen.

Die erlebnisreichen Tage waren geprägt von der Erkundung der näheren Umgebung. Die Gruppe besuchte das Museum des Schlesisch-Lausitzer Grenzgebietes in Żary, bewunderte die erstaunliche Kakteensammlung von Zdzisław Kondratowicz und schlenderte durch den Schlosspark in Iłowa, der sowohl japanische als auch chinesische Architektur beinhaltet. „Wir waren schon in Breslau, im Sudeten- und Riesengebirge, aber es ist toll, dass wir bei diesem Besuch ein Bild von der Region rund um Żagań bekommen haben“, so Hermann-Josef Steiner. Besonders Halina Dobrakowska, Mitglied im Żagańer Partnerschaftsverein, war mit ihrer herzlichen Art eine tolle Reiseleiterin und hat die vier Tage mit ihrem Wissen über die Geschichte der Region bereichert.


Am Samstagnachmittag verbrachte eine bunt gemischt Gruppe von Netphern und Mitgliedern aus Zaganer Vereinen einen gemeinsamen Nachmittag auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenlagers Stalag Luft III. Interessierte konnten mit dem Museumsführer Mirosław Walczak das Lagergelände und das Museum besichtigen. Im Anschluss wurde gegrillt, geplaudert und beim gemütlichen Beisammensein am Lagerfeuer den Gitarrenklängen der polnischen Volkslieder gelauscht.


Zu Ehren von Marian Świątek legte die Gruppe ein Trauergebinde an seinem Grab nieder. Hermann-Josef Steiner sprach einige Worte des Gedenkens an den polnischen Freund. Während der vier Tage war dieser in vielen Gesprächen und Erinnerungen gegenwärtig. Mit seiner herzlichen Art hat Marian Świątek maßgeblich dazu beigetragen, dass sich aus der Partnerschaft zweier Städte eine tiefe Freundschaft zwischen Menschen entwickelt hat. Auch die Platane, die als Symbol der wachsenden, lebendigen Beziehungen im Jahr 2015 im Żagańer Schlosspark gepflanzt wurde, hat die Gruppe besucht. Alle konnten sich davon überzeugen, dass der Baum wächst und gedeiht.

Beide Seiten der Städtepartnerschaft sind sich einig, dass sich die Mitgliedschaft verjüngen muss. Sowohl Netphen als auch Żagań wird sich noch einmal intensiv darum bemühen, dass es in Zukunft wieder einen Jugendaustausch gibt.

 

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