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Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung

Für die ländliche Entwicklung im Regierungsbezirk bewilligt die Bezirksregierung Mittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER), des Bundes und des Landes. Ziel ist es, die Attraktivität des ländlichen Raums als Lebensmittelpunkt der Bürger(innen) zu erhalten.

Grundlage ist das NRW-Programm "Ländlicher Raum 2014 - 2020". Vornehmlich werden Projekte gefördert, die der Umsetzung eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) oder eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) dienen.

Gemeindliche Dorfentwicklungsmaßnahmen

Gegenstand der Förderung sind Maßnahmen der Dorfentwicklung zur Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der dörflichen Bevölkerung.

Für Gemeinden besteht die Möglichkeit, die innerörtlichen Verkehrsverhältnisse im Zuge der Dorfentwicklung zu verbessern, Dorfplätze anzulegen oder umzugestalten. Außerdem können Begrünungen oder Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten im öffentlichen Bereich geschaffen oder wiederhergestellt werden.

Wer wird gefördert?

Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände

Was wird gefördert?
  • Dorfgerechte Gestaltung oder Verkehrsberuhigung von Dorfstraßen
  • Anlage und Umgestaltung von Plätzen, Verbindungs-, Geh- und Fußwegen zur Verbesserung innerörtlicher Verkehrsverhältnisse
  • Begrünungen im öffentlichen Bereich
  • Maßnahmen, um Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen zu erhalten oder zu schaffen
In welcher Höhe wird gefördert?

Bei Gemeinden und Gemeindeverbänden

  • 65 % der Kosten auf Basis eines anerkannten IKEK
  • 45% der Kosten ohne IKEK
  • Bagatellgrenze 12.500 € Zuschuss
  • Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig
Fördervoraussetzungen

Die Maßnahme wird innerhalb der im NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ definierten Gebietskulisse durchgeführt.

  • Eine Förderung ist nur in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern möglich.Die geplanten Maßnahmen dienen der Erhaltung bzw. Wiederherstellung der dörflichen Eigenart
  • Dorfökologische Belange finden in der Planung besondere Berücksichtigung
  • Eigene Arbeitsleistungen von Bürgern und Bürgerinnen können in einem bestimmten Rahmen berücksichtigt werden
  • Maßnahmen in Neubaugebieten, Gewerbegebieten sowie Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen werden nicht gefördert.
Wie ist vorzugehen?

Vor Einleitung eines Antragsverfahrens sind mit der Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat 33, in Siegen Abstimmungen hinsichtlich der notwendigen Maßnahmenabgrenzung, der Gestaltungsgrundsätze, des Planungsumfangs und des Förderrahmens vorzunehmen.

Ländliche Bausubstanz mit Ortsbild prägendem Charakter

Gegenstand der Förderung sind bauliche Maßnahmen, die vorrangig das äußere Erscheinungsbild des Objektes beeinflussen (z. B. Fassade, Dach, Türen, Fenster etc.).

Wer wird gefördert?

Städte, Gemeinden, Gemeindeverbände und Privatpersonen

Was wird gefördert?

Erhaltung, Instandsetzung und Gestaltung Ortsbild prägender Gebäude

In welcher Höhe wird gefördert?

Bei Gemeinden und Gemeindeverbänden

  • 65 % der Kosten auf Basis des anerkannten IKEK
  • 45% der Kosten ohne IKEK
  • Bagatellgrenze 12.500 € Zuschuss

Bei Privaten

  • 35 % der Kosten nur auf Basis des anerkannten IKEK
  • Maximal 30.000 € Zuschuss pro Gebäude
  • Bagatellgrenze 5.000 € Zuschuss
Fördervoraussetzungen
  • Die Maßnahme wird innerhalb der im NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ definierten Gebietskulisse durchgeführt. Darunter fällt auch das gesamte Stadtgebiet der Stadt Netphen
  • Eine Förderung ist nur in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern möglich
  • Maßnahmen privater Zuwendungsempfänger werden nur im abgegrenzten Ortskern gefördert (IKEK, Förderkulisse)
  • Ursprüngliche Architektur des Gebäudes ist überwiegend erhalten bzw. soll wiederhergestellt werden
  • Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig.
Wie ist vorzugehen?
  • Antrag bei der Bezirksregierung, Dezernat 33, in Siegen oder in Arnsberg an-fordern bzw. herunterladen, empfohlen wird zuvor eine telefonische Kontaktaufnahme mit Herrn Jung (Tel. 0 29 31-82 55 36) oder Herrn Rohwer (Tel. 0 29 31- 82 55 75) von der Bezirksregierung Arnsberg in Siegen.
  • Der Antrag mit den erforderlichen Unterlagen (Kostenvoranschläge, Zeichnungen…) ist über die Stadt Netphen bei der Bezirksregierung einzureichen

Gemeinschaftseinrichtungen im Dorf

Förderung von Maßnahmen zur Herstellung und Weiterentwicklung von Gemeinschaftseinrichtungen im Dorf

Traditionelle Versorgungseinrichtungen in den Dörfern (Dorfläden, Dorfgemeinschaftshäuser etc.) sind zunehmend für sich allein wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Besonders junge und ältere Menschen mit eingeschränkter Mobilität sind von dieser Entwicklung betroffen. Durch den Verlust von dörflichen Versorgungseinrichtungen geht außerdem ein Teil der lokalen Identität und der touristischen Attraktivität verloren.

Eine Kombination von verschiedenen Angeboten kann durchaus sinnvoll sein, z. B. in Form eines Dorftreffpunktes mit Gemeinschaftsräumen, Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsangebot.

Wer wird gefördert?

Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände

Was wird gefördert?

Investitionen zur Herstellung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen

In welcher Höhe wird gefördert?
  • 65 % der Kosten auf Basis des anerkannten IKEK
  • 45% der Kosten ohne IKEK
  • Bagatellgrenze 12.500 € Zuschuss
  • Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig.
Fördervoraussetzunen
  • Förderfähig sind nur Maßnahmen für die Errichtung und Bereitstellung der Infrastruktur, nicht jedoch Ausgaben für den Betrieb und die Unterhaltung der Gemeinschaftseinrichtungen
  • Neubauten können nur unter besonderen Voraussetzungen gefördert werden
  • Eine Förderung ist nur in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern möglich.

Die Vorlage eines Bewirtschaftungskonzeptes ist erforderlich.

Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude

Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude zur Erzielung eines außer-landwirtschaftlichen Einkommens für aktive Landwirte

In den Dörfern, aber auch im Außenbereich, stehen durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft immer mehr Scheunen, Ställe und Speicher leer. Mit guten Ideen für neue Nutzungen können diese Gebäude eine andere Funktion erhalten, die zu einem außerlandwirtschaftlichen Zusatzeinkommen führt. Auch hier helfen öffentliche Fördermittel. Umbau statt Neubau führt zum sparsamen Umgang mit der Fläche.

Wer wird gefördert?

Land- und forstwirtschaftliche Unternehmer (Voll- und Nebenerwerbslandwirte, Be-scheinigung durch die landw. Alterskasse für Landwirte in Münster)

Was wird gefördert?

Umnutzung land- oder forstwirtschaftlicher Bausubstanz, insbesondere für Gewerbe-, Dienstleistungs-, Handels-, kulturelle, öffentliche und gemeinschaftliche Zwecke, um land- und forstwirtschaftlichen Betrieben dadurch ein Zusatzeinkommen zu erschließen (z.B. Hofcafé, Gewerberäume).

In welcher Höhe wird gefördert?

35% der zuwendungsfähigen Netto-Ausgaben, jedoch max. 100.000 € je Maßnahme

Fördervoraussetzungen
  • Eine Förderung ist nur in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern möglich
  • Investitionen zur Umnutzung, die der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Anhang-I-Erzeugnissen (landwirtschaftliche Produktion) betreffen, können nicht berücksichtigt werden
  • Die Summe der positiven Einkünfte (Prosperitätsgrenze) der Zuwendungsempfängerin oder des Zuwendungsempfängers darf zum Zeitpunkt der Antragstellung im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Steuerbescheide pro Jahr nicht mehr als 90.000 € bei Ledigen und 120.000 € bei Ehegatten betragen
  • Für die Maßnahme liegt eine Baugenehmigung vor, mind. ein positiver Bauvorbescheid
  • Die Maßnahme ist wirtschaftlich und finanzierbar, dies ist nachzuweisen
  • Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig

Ländliche Infrastrukturmaßnahmen

Der Natur- und Landtourismus ist mit Angeboten, die Landwirtschaft, Naturschutz und ländliches Kulturerbe miteinander verbinden, besonders interessant für Familien und Kurzurlauber. Die Attraktivität der Region gewinnt mit der Vernetzung von touristischen Angeboten. Beispielsweise können durch Ausschilderung von ländlichen Reit- oder Radwanderwegen verschiedene Unterkünfte, gastronomische Angebote, Sehenswürdigkeiten und landwirtschaftliche Betriebe miteinander verknüpft werden.

Solche ländlichen Infrastrukturmaßnahmen fördern die touristischen Entwicklungsmöglichkeiten und erschließen neue Einkommensmöglichkeiten für land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Wer wird gefördert?

Städte, Gemeinden, Gemeindeverbände und Privatpersonen

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind Investitionen zur öffentlichen Verwendung in Frei-zeitinfrastruktur, Fremdenverkehrsinformation und kleine touristische Infrastrukturen, insbesondere zur Erschließung regionaler touristischer Entwicklungspotentiale.

In welcher Höhe wird gefördert?

Bei Gemeinden

  • 65 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, jedoch höchstens 200.000 € je Maßnahme
  • Bagatellgrenze 12.500 Euro

Bei Privaten

  • 35 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, jedoch höchstens 200.000 € je Maßnahme
  • Bagatellgrenze 5.000 Euro
  • Geförderte Maßnahmen müssen uneingeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Fördervoraussetzungen

Es werden nur Maßnahmen gefördert, die der Umsetzung des anerkannten integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) dienen.
Die Erfordernisse des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Landespflege müssen berücksichtigt werden.

Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig.